» Schulfahrt nach Berlin
„Das sind ja reine Schaukämpfe. Die tragen ihre Statements vor, gehen überhaupt nicht aufeinander ein“, war die Meinung einiger Zuhörer der ARS Rheine in der Bundestagsdebatte über „Alko-Pops" und „Nano-Technologie“. „Ach, das wird alles in den Ausschüssen ausgehandelt“, meinten andere beruhigend. Was Abgeordnete tun, wenn sie nicht an den Sitzungen teilnehmen und warum nicht immer alle auf ihren Plätzen sind, darüber wurden die Teilnehmer später im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten aufgeklärt.

„Wie wird man denn so jung Bundestagsabgeordneter?“, staunten viele Studierende der ARS Rheine bei ihrer Begegnung mit Jens Spahn. Selber sind sie nicht viel jünger, zum Teil sogar älter als der zweitjüngste Bundestagsabgeordnete mit seinen 23 Jahren. „Ich habe Glück gehabt“, sagte der CDU-Abgeordnete. Der Wahlkreis Steinfurt musste aus demographischen Gründen (Geburtenüberschuss) geteilt werden und er wurde von seiner Partei für den neuen Teil aufgestellt.

Gut informiert über das Renten- und Arbeitsmarktproblem beeindruckte er die Studierenden durch sein Redetalent, aber auch dadurch dass er neben der Regierung auch der eigenen Partei Mutlosigkeit vorwarf. „Es müssen sich viel mehr junge Menschen in der Politik engagieren“, meinte er, „schließlich geht es um unsere Zukunft.“ Ob sein Appell wohl ankommt?

Nach Berlin würden sie beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mitkommen, versicherten die Studierenden. Berlin ist eine tolle Stadt, darin waren sich zum Schluss alle einig.