» Neue Heimat für die Abendrealschule
Weiterbildungseinrichtung nimmt den Schulbetrieb nach den Ferien am neuen Standort im Dorenkamp auf
Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Münsterländischen Volkszeitung (Text: Matthias Schrief, Foto: Rapreger)
Neuer Standort für die Abendrealschule: Schuldezernent Axel Linke (2.v.l.) und Fachbereichsleiter Thorben Winter (l.) übergeben den symbolischen Schlüssel an Schulleiterin Christiane Beckmann-Veerkamp (2.v.r.) und an Maxi Dominik (r.), stellvertretende Schulleiterin.


RHEINE. Für Christiane Beckmann-Veerkamp, Schulleiterin der Abendrealschule Rheine, sind die Sommerferien bereits zu Ende. Zusammen mit Kollegen und einigen Schülern managt sie in diesen Tagen den Umzug vom alten Standort im Josef-Winckler-Zentrum in das neue Domizil im Schulzentrum Dorenkamp. Von Unmut oder Ärger über die Mehrarbeit ist bei der Schulleiterin indes nichts zu spüren. Im Gegenteil. Beckmann-Veerkamps Freude über den Umzug ist deutlich greifbar: „Für uns ist das wie Weihnachten. Endlich in großen Räumen. Endlich eigene Räume für den Unterricht in den Naturwissenschaften und in Kunst. Für uns ist das ein großer Vorteil.“

Der sogenannte „Neubau“ der inzwischen ausgelaufenen Elisabeth-Hauptschule ist jetzt die neue Heimat für die Abendrealschule. Im sogenannten „Altbau“ der ehemaligen Hauptschule sind seit 2011 – und voraussichtlich auch noch in den kommenden drei Jahren – die fünften Klassen der Euregio-Gesamtschule untergebracht. Schnittmengen zwischen den beiden Schulen im Schulzentrum Dorenkamp gibt es auch: Das Büro für den Gesamtschul-Teilstandort ist im Neubau untergebracht und die Lehrer beider Schulen teilen sich das Lehrerzimmer, das ebenfalls im Neubau angesiedelt ist.

„Wir standen schon länger mit der Abendrealschule im Kontakt. Wir wussten, dass die Schule am alten Standort im Josef-Winckler-Zentrum an der Neuenkirchener Straße aus allen Nähten platzt. Ich denke, dass wir mit der Unterbringung der Abendrealschule hier im Dorenkamp eine gute Entscheidung getroffen haben“, sagte Rheines Schuldezernent Axel Linke. Fachbereichsleiter Thorben Winter weist zudem auf die gute Verkehrsanbindung des Schulstandorts mit der Nähe zum Bahnhof hin.

Noch sind die Handwerker im Haus. Die EDV-Verkabelung der neuen Räume ist so gut wie abgeschlossen, in einigen Räumen muss nur noch das Mobiliar aufgestellt werden. Zuletzt sollen die Fenster der Westfassade noch Sonnenblenden bekommen, denn die 14 Lehrer der Abendschule unterrichten ihre derzeit etwa 270 Schüler nicht etwa nur in den Abendstunden, sondern auch vor- und nachmittags. Die Kurse finden wahlweise in der Zeit von 8 bis 13 Uhr oder in der Zeit von 17 bis 22 Uhr statt. Bislang waren an der Westseite keine Fassaden nötig, weil die Hauptschüler nachmittags, wenn das Sonnenlicht durch die Fenster fällt, längst wieder zu Hause waren.