»„Rote Hand“ – ein Aktionstag der Abendrealschule der Stadt Rheine



Die Schülersprecher fordern im Namen aller: Schluss mit dem MIssbrauch von Kindern als Soldaten!


Die einzelnen Arbeitsgruppen stellen dem Bürgermeister ihre Ergebnisse vor.



Nachdem die stellvertretende Schulleiterin, Maxi Dominik, ihren eigenen Handabdruck auf das Papier gebracht hatte, dankte sie zum Abschluss der Veranstaltung den drei Gästen für ihre großartige Vorbereitung und Durchführung des Aktionstages: Nadine Karimanowitch, David Hosni und King Kazmierczak (von links).


„Es macht mich traurig, wenn ich sehe, was Kindern in unserer Welt angetan wird! Kinder dürfen nicht als Soldaten missbraucht werden - nie und nirgendwo!

Wir möchten ein Zeichen setzen!“ sagte Fritz Begambo. Zusammen mit Violeta Krasniqi übergab er als Schülervertreter der Abendrealschule am Ende des Aktionstages „Rote Hand“ dem Bürgermeister der Stadt Rheine, Dr. Peter Lüttmann, die roten Handabdrücke der gesamten Schülerschaft mit der Bitte, sich politisch für die Kinder in Kriegsgebieten einzusetzen.

David Hosni, Referent von Terre des hommes, informierte zum Einstieg in den Projekttag die Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule sehr anschaulich und ausführlich über das Leben von Kindern in den Krisengebieten dieser Welt.

Im weiteren Verlauf des Vormittags erfolgte eine intensive Auseinandersetzung mit diesem aufwühlenden Thema - Rollenspiele und ausführliches Bild- und Textmaterial, das King Kazmierczak und Nadine Karimanowitch, Bildungsreferentinnen des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge e.V. des Landesverbandes NRW, mitgebracht hatten, sorgten für einen intensiven Zugang und beeindruckten die Schülerinnen und Schüler.

Auch die geschichtlichen Hintergründe in Deutschland wurden in einer Arbeitsgruppe aufgearbeitet. Kindersoldaten sind nämlich nicht nur ein afrikanisches, arabisches oder asiatisches Problem. Auch wir in Europa haben Kinder zu Soldaten gemacht. Davon zeugen noch heute viele Kriegsgräber ehemaliger Soldaten aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

Sind Kinder Täter oder eher Opfer? Diese Frage wurde in den Kursen lebhaft diskutiert. Alle waren sich zum Schluss einig, dass Krieg und das Leben als Soldat den Kindern ihre Kindheit rauben. Die Wünsche für eine glückliche Kindheit wurden formuliert und mit einem roten Handabdruck und einer Namenssignatur zu Papier gebracht.

Dr. Peter Lüttmann, der bestens informiert war und in seinem Grußwort aus der UN-Kinderrechtskonvention sowie dem Zusatzprotokoll zitierte, begrüßte das politische Engagement der Schülerschaft und bestätigte sie in der Forderung, dass keine Waffen in Kinderhände gelangen sollen.

Die roten Handabdrücke werden gesammelt und über Terre des Hommes am 12. Februar, am „Red Hand Day“, Abgeordneten oder Parteichefs der Regierungsparteien geschickt. Es besteht also noch die Möglichkeit für andere Schulen sich dieser Aktion bis zum 12. Februar anzuschließen. Insgesamt war der Aktionstag für viele der Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule sehr bewegend und aufwühlend. Trotzdem konnten alle mit dem Gefühl nach Hause gehen, wir setzen uns ein, gemeinsam können wir etwas bewirken, unsere Stimme zählt. Denn nur über den gemeinsamen Dialog schafft man endgültig Frieden, der so wichtig ist für die Kinder dieser Welt.


Unser Bild unten zeigt den Bürgermeister der Stadt Rheine inmitten der engagierten Schülerinnen, Schüler und der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dank an Dr. Peter Lüttmann, der durch sein Erscheinen nicht nur seine Unterstützung für die Rote-Hand-Aktion demonstrierte, sondern auch das Engagement der ARS Rheine als „Schule ohne Rassismus - Schule ohne Courage“ in besonderer Weise würdigte!