» Mateusz Tryzna ist unser Josef-Winckler-Preisträger des Jahres 2016
Verleihung des Josef-Winckler-Preises an die erfolgreichsten Schüler Rheines
Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Münsterländischen Volkszeitung (Text: Kathrin Boolke und Bastian Korte, Foto: Sven Rapreger)
Die anwesenden Preisträger des diesjährigen Josef-Winckler-Preises vor dem Salzsiedehaus. Mateusz Tryzna (vordere Reihe links) ist der Jahrgangsbeste des Sommersemesters 2016 der ARS.


Rheine. „Premieren haben es in sich. Etwas zum ersten Mal zu erleben, setzt große Kräfte frei. Diese Kräfte können Sie nutzen (...), um sich Ihren Traum vom Leben zu erfüllen.“ Mit diesen Worten richtete sich Bürgermeister Peter Lüttmann ... bei der Verleihung des Josef- Winckler-Preises im Salzsiedehaus an die diesjährigen 13 Preisträger. Als Stufenbeste der weiterführenden Rheiner Schulen wurden sie mit dem Preis ausgezeichnet, der seit 1963 verliehen wird.

In seiner Rede machte Lüttmann auch deutlich, welchen Anteil Familie, Freunde und Lehrer am Erreichen eines guten Schulabschlusses und somit an der Auszeichnung haben. Sie alle seien an vielen Premieren im Leben der Preisträger beteiligt gewesen – vom „ersten Zahn“ bis zum „ersten heimlichen Nippen an Papas Bierglas“. Zum Schluss legte Lüttmann den Jugendlichen nahe, „immer dasjenige tatsächlich zu tun, das Sie schon immer einmal tun wollten.“ So könnten sie sich immer neue Premieren im Leben ermöglichen.

Jeder der Ausgezeichneten erhielt vom Bürgermeister eine Urkunde, ein Buch sowie 50 Euro, mit denen der Preis dotiert ist. Niklas Woltering (Emsland- Gymnasium) hielt anschließend stellvertretend für alle Preisträger eine Dankesrede. Auch er ging darauf ein, wem der erfolgreiche Schulabschluss unter anderem zu verdanken sei. „Ein besonderer Dank gilt vielen über ihre Pflicht hinaus engagierten Lehrern und AG-Leitern, die (...) Raum für individuelle Entfaltung und intensives Erleben von Schulgemeinschaft ermöglichten.“ Allerdings kritisierte Woltering, dass es neben vielen Förder- noch zu wenig Forder-Angebote für unterforderte Schüler gebe. „Für die meisten ist es auch schwierig nachzuvollziehen, dass Langeweile genau so quälend sein kann wie Überforderung“, sagte Woltering weiter. Deshalb wünsche er sich, dass in Zukunft mehr Rücksicht auf das „individuelle Lerntempo eines Schülers“ genommen werde.

Zum Abschluss der Verleihung lud Bürgermeister Peter Lüttmann alle für den Erfolg der Schüler Verantwortlichen ein, sich in das Goldene Buch der Stadt Rheine einzutragen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Nils Bieker auf dem Saxofon. Eine Schülergruppe des Gymnasiums Dionysianum führte zudem eine Theaterszene auf, in der sie überspitzt die Bedeutung einer erfolgreichen Schulausbildung für die zukünftige Berufswahl herausstellte.