» Fächer an der ARS Rheine
Deutsch

Aktuell werden die Vorgaben der neuen Rahmenrichtlinien und des Kerncurriculums überarbeitet und in das schulinterne Curriculum eingepasst. Im Verlauf der vier Semester werden alle Aufgabentypen und eine literarische Ganzschrift gemäß der Vorgaben behandelt und im Unterricht thematisiert.

Inzwischen wurden zu allen Deutschklausuren Bewertungsraster mit Punktvergabe entwickelt. In einfacher Form dienen sie auch der Selbstevaluation bei Übungs-aufgaben. Diese Bewertungsraster sind eine große Hilfe in Bezug auf eine bessere Vergleichbarkeit, eine größere Transparenz und eine gerechtere Benotung. Außerdem sind sie ein ausgezeichnetes Diagnoseinstrument für Lerndefizite.

Da sich Themen und Aufgaben der ZP10 turnusmäßig ändern, muss das schulinterne Curriculum darauf abgestimmt werden, es muss also regelmäßig den veränderten Bedingungen angepasst werden, um den Studierenden eine adäquate Vorbereitung auf die Prüfung zu ermöglichen. Das ist Aufgabe der Fachkonferenz.
Englisch

Das Fach Englisch wird im SS 2013 von vier Lehrerinnen und Lehrer vom Vorkurs bis ins vierte Semester vier- bis fünfstündig unterrichtet.

An unserer Schule treffen wir im Englischunterricht auf Null-Anfänger, false beginners sowie Studierende, die von Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien zu uns kommen. Die Studierenden werden in vier bzw. fünf Semestern auf die zentrale Abschlussprüfung vorbereiten. Im Vorkurs und im 1.Semester werden deshalb Grundlagen wiederholt, es wird viel Wert auf kooperative Lernformen gelegt, die Studierenden müssen lernen, situationsangemessen in der Fremdsprache zu kommunizieren. Dabei steht die Sprechkompetenz zunehmend im Vordergrund.

Die Zentralen Abschlussprüfungen im vierten Semester verlangen Grundkenntnisse in den Kompetenzbereichen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Das Unterrichtsmaterial wird von Anfang an so gewählt, dass die Studierenden mit einer breiten Palette von Aufgabentypen und Textformaten arbeiten können, um den Anforderungen der Prüfung gerecht zu werden.
Mathematik

Das Fach Mathematik wird an der Abendrealschule durchgehend vom Vorkurs bis ins vierte Semester vier- oder fünfstündig unterrichtet. Es gilt, wie in anderen Fächern auch, die Balance zu finden zwischen den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Studierenden und dem gemeinsamen Ziel, der Zentralen Abschlussprüfung für den mittleren Bildungsabschluss. Der schulinterne Lehrplan orientiert sich an den Kernlehrplänen für Abendrealschulen.

Unter besonderer Berücksichtigung der Schulform Realschule werden im Zusammenspiel mit den Inhalten Kompetenzen vermittelt, die es den Studierenden ermöglichen sollen, vielfältige kontextbezogene Probleme mathematisch zu lösen. Die Zahlenwelt der Arithmetik, die Formelsprache der Algebra, die räumlichen Gebilde der Geometrie lassen sich gut aus der Alltagserfahrungswelt der Studierenden heraus erschließen. Ebenso ist wichtig, funktionale Zusammenhänge zufällige Ereignisse, systematische Abhängigkeiten von Zahlen und Größen an konkreten, für die Studierenden erfassbaren Beispielen, zu erarbeiten. Durch die Beteiligung der Studierenden zum Beispiel an der Entwicklung von Aufgaben, erwerben sie die Fähigkeit, über mathematische Fragestellungen zu kommunizieren, eigene Ideen zu präsentieren und zu argumentieren.
Französisch

Pourquoi apprendre le français?
Warum Französisch lernen?

Parceque:
Weil:

C’est une langue parlée par plus de 160 millions dans le monde.
Weltweit mehr als 160 Millionen Menschen Französisch sprechen.

L’Allemangne et la France sont le moteur de l’Europe.
Deutschland und Frankreich die treibenden Kräfte Europas sind.

C’est multiplier ses chances de réussite professionelle.
Chancen für den beruflichen Erfolg eröffnet werden.

Le français, c’est une clé pour l’avenir.
Französisch ist ein Schlüssel für die Zukunft.

Französisch ist eine lebende Fremdsprache und wird nach heutiger Pädagogik von Anfang an so unterrichtet, dass die Studierenden aktiv-sprechend am Unterricht teilnehmen. Sie können sich in ihren eigenen Worten und Gedanken in den Unterricht einbringen.

Aus lernpsychologischer Sicht ist dies eine große Erleichterung im Hinblick auf den zu erlernenden Stoff. Vorteilhaft ist weiterhin, dass Französisch als 2. Fremdsprache auf ähnlicher Unterrichtsmethodik wie Englisch aufbaut.

Die Unterrichtsabläufe und Unterrichtsanforderungen sind den Studierenden somit vertraut. An der Abendrealschule Rheine wird Französisch von Anfang an gelernt.
Naturwissenschaft

Das Fach Naturwissenschaft wird an der ARS als Nebenfach zwei Stunden in der Woche unterrichtet und umfasst Inhalte aus den Fächern Chemie, Biologie und Physik. Der Unterricht ist in 12 Module strukturiert, von denen 4 verbindlich zu unterrichten sind.

Diese werden im folgenden Pflichtmodule genannt, die übrigen werden als Wahlmodule bezeichnet. Während für die Pflichtmodule festgelegt ist, in welchem Semester sie thematisiert werden sollen, sind die Wahlmodule nicht an ein bestimmtes Semester gebunden, sondern können frei mit den Pflichtmodulen kombiniert werden.

Die Auswahl der Wahlmodule erfolgt gemeinsam mit den Studierenden, die so auf den Unterricht Einfluss nehmen können. Auf diese Weise können die Interessen der Studierenden sowie die Stärken der Fachlehrer für den Unterricht genutzt werden, so dass die Motivation aller Beteiligten gesteigert wird.

Die Module bauen thematisch nicht aufeinander auf. Dies hat den Vorteil, dass Studierende, die in höhere Semester quer einsteigen, dem Unterricht problemlos folgen können.

Die nachfolgenden Module wurden von der Fachkonferenz Naturwissenschaft der ARS Rheine festgelegt. Kriterien für die Auswahl der Module waren:
  • die Bedeutung der Themen für die Alltagswirklichkeit der Studierenden,
  • die ökologische und gesellschaftliche Relevanz,
  • die Möglichkeiten der fächerübergreifenden Betrachtung,
  • die Möglichkeiten, den Unterricht aktiv und handlungsorientiert zu gestalten,
  • die Möglichkeiten zum Erwerb naturwissenschaftlicher Kompetenzen,
  • die Möglichkeiten der Sensibilisierung der Studierenden für die Bedürfnisse des eigenen Körpers und die Erhaltung der eigenen Gesundheit.
Die Pflichtmodule sind:
  1. Semester: Energie
  2. Semester: Drogen und Sucht
  3. Semester: Körper und Gesundheit
  4. Semester: Wasser
Die Wahlmodule sind:
  • Sonne, Wetter, Jahreszeiten
  • Farbe
  • Luft
  • Wege in die Welt des Kleinen
  • Wahrnehmung mit allen Sinnen
  • Pflanzen, Tiere, Lebensräume
  • Stoffe im Alltag
  • Geräte im Alltag
Jedes Modul bietet Möglichkeiten, gemeinsam mit den Studierenden Unterrichtsthemen zu entwickeln. Dabei können jahreszeitliche und regionale Bedingungen sowie aktuelle Ereignisse berücksichtigt werden.
Geschichte / Politik

Das Fach Geschichte / Politik wird als sogenanntes Nebenfach in jedem Semester zwei Stunden pro Woche unterrichtet. Wie der Name es schon deutlich macht, werden die zwei Fachbereiche Geschichte und Politik zu einem Fach zusammengefasst.

Im Rahmen dieser „Fächerkombination“ erhalten die Studierenden einen Überblick über die geschichtlichen Epochen, damit ihnen historische und politische Zusammenhänge deutlich werden können. Diese Kenntnisse sind die Voraussetzungen dafür, sie zu befähigen, aktuelle politische und gesellschaftliche Gegebenheiten und Entwicklungen sachlich zu beurteilen.

Um den Studierenden ein möglichst anschauliches und „lebendiges“ Bild der Vergangenheit vermitteln zu können, hat es sich bewährt, Betroffene zu Wort kommen zu lassen. So haben Zeitzeugen über ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg berichtet, wie z.B. eine ehemalige Partisanenkämpferin aus Weißrussland, die u.a. über ihre Verhaftung durch die SS und ihre Zeit im Konzentrationslager Henningsdorf berichtete.

Aber auch Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit werden mithilfe von Zeitzeugen thematisiert. Ehemalige sowjetische Armeeangehörige berichteten bereits mehrmals über ihre Einsätze bei der Tschernobyl-Katastrophe im Jahre 1986. Nicht zuletzt durch den Atomreaktorunfall in Japan 2011 und die anschließende Diskussion in Deutschland über eine Abkehr von der Atomenergie konnte ein historisches Ereignis mit der aktuellen Politik verbunden werden.

Nach den Zeitzeugenberichten zeigte sich, dass die persönlichen Erlebnisse realer Personen die Studierenden viel stärker beeindrucken und betroffen machen als es Texte oder Dokumentationen zu tun vermögen.

Um auch politische Themen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu thematisieren, werden u.a. Fahrten zum Landtag nach Düsseldorf organisiert. Dort haben die Studierenden die Gelegenheit, Plenarsitzungen zu verfolgen und mit einem Politiker aus unserer Region zu sprechen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der persönliche Kontakt zu einem Politiker helfen kann, Vorurteile gegenüber Politikern abzubauen.
Informatik

Die Kenntnisse und Grundfertigkeiten im sachgerechten und effektiven Umgang mit dem Computer sowie der elektronischen Medien sind Voraussetzung für das Erlangen von Handlungskompetenz im Bereich der neuen Technologien. Diese Fertigkeiten werden in Ausbildung und Beruf in zunehmendem Maße vorausgesetzt. Aufgrund der wachsenden Bedeutung von EDV-Kenntnissen nicht nur im privaten Bereich, sondern auch für die berufliche Qualifikation, sah es die ARS Rheine als notwendig an, das Fach Informatik als festen Bestandteil in ihren Fächerkanon einzubetten.

Dieser Bedeutung Rechnung tragend, wird seit Beginn des Sommersemesters 2010 der Informatikunterricht nicht mehr als Wahlpflichtfach unterrichtet. Das Fach Informatik wird verbindlich für alle Studierenden der ARS Rheine als zweistündiges Unterrichtsfach eingerichtet.

Ziel des Informatikunterrichtes soll es sein, allen Studierenden ein fundiertes Grundwissen im Bereich der EDV zu vermitteln. Die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Studierenden werden durchgängig durch geeignete Binnendifferenzierung ausgeglichen.

Der Informatikunterricht an der Abendrealschule Rheine ist in sechs Module strukturiert, die verbindlich zu unterrichten sind. Die Module orientieren sich an den Kenntnissen der Studierenden und bauen aufeinander auf im Bereich der Officeprogramme (Word, Excel, PowerPoint, Access) sowie dem HTML-Editor.

Zur Qualitätskontrolle finden in regelmäßigen Abständen Evaluationen statt. So wurde zum Abschluss des Wintersemesters 2010/11 eine Evaluation unter Verwendung von SEfU-Online durchgeführt.
Wahlpflichtfächer

Erdkunde
Aufgrund modernster Verkehrs- und Kommunikationsmittel ist es uns heutzutage möglich, beinahe jeden Ort der Erde in relativ kurzer Zeit zu erreichen oder mit den dort lebenden Menschen Informationen auszutauschen. Über die uns zur Verfügung stehenden unterschiedlichsten Medien eröffnet sich für uns täglich eine Vielfalt von auch zum Teil fremden Eindrücken in landschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht. Der Beitrag des Erdkundeunterrichts im Bereich des Zweiten Bildungsweges wird mit dem Ziel der raumbezogenen Handlungskompetenz verdeutlicht. Diese Kompetenz befähigt die Studierenden, ihre nahe und ferne räumliche Umwelt zu verstehen, so dass sie eine Bereitschaft entwickeln können, sich an der Bewahrung der ökologischen Lebensbedingungen und ihrer sozial gerechten Nutzung durch alle Menschen zu beteiligen.

Gegenstand des Unterrichts im Fach Erdkunde an unserer Schule ist der Raum in seiner natürlichen Ausprägung sowie der Raum als Bedingung und Ausdruck menschlichen Handelns. Zum einen sind die Menschen an den Raum gebunden und somit seinen Einflüssen ausgesetzt. Zum anderen gestalten sie und belasten sie den Raum, indem sie ihn in vielfältiger Weise nutzen. Diese wechselseitige Verflechtung gilt es im Erdkundeunterricht zu verdeutlichen. Dabei sollen sowohl die Naturfaktoren als auch kulturelle, ökologische, technische, sozioökonomische und politische Einflüsse angesprochen werden. In ihren wechselseitigen Bedingungen und Ausprägungen formen diese Faktoren und Einflüsse den Raum in seiner Gestalt, wie wir ihn heute erleben können.

Wie nur in wenigen anderen Fächer bietet das Fach Erdkunde in besonderem Maße die Möglichkeit der verbalen Schulung der Studierenden. Unterrichtsformen wie Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Diskussionen, Rollenspiele, Umsetzung von Projekten mit regionalem bzw. überregionalem / globalem Bezug, … schaffen einen Freiraum für informierenden Meinungsaustausch und darüber die aktive Teilhabe am Geschehen in der Welt.

Das Fach Erdkunde wird an unserer Schule über eine Dauer von zwei Semestern mit vier Stunden pro Woche unterrichtet. Während einige Themen aus dem Bereich der Topographie, der Orientierung auf der Erde sowie der verschiedenen Klima- und Vegetationszonen unabdingbar sind, können bei der Festlegung weiterer Themen die Studierenden beteiligt werden.

Sowohl raumbezogene als auch problembezogene Themen werden im Unterricht des Wahlpflichtfaches Erdkunde bearbeitet.

Bei der Unterrichtseinheit „Wo leben wir?“ geht es vor allem um die Bearbeitung nahräumlicher Themen. Wie bereitet man sich optimal auf eine Urlaubsreise vor? Bei der Unterrichtseinheit „Reisen – bilden und sich erholen“ fließen nicht nur Naturfaktoren sondern auch kulturelle, ökologische, sozioökonomische und auch politische Betrachtungsweisen mit in den Unterricht ein. Auch mit diesem Themenbereich kann ein besseres Verständnis für die Vernetzung unserer Welt geweckt werden.

„Wie versorgt sich der Mensch mit Energie?“ Ausbeutung der Rohstoffe der Erde, Probleme bei der Erdöl-/Erdgasgewinnung, Unfälle in Kernkraftwerken, Tankerunglücke und deren Folgen sowie die Umwelt wenig belastende regenerative Energieformen werden in diesem Themenbereich bearbeitet. Über die Bearbeitung unterschiedlichster Themen, von denen hier einige exemplarisch vorgestellt wurden, werden sie Studierenden sensibilisiert, damit sie zukünftig ihre Umwelt differenzierter wahrnehmen. Über eine Steigerung der Empathie für Belange aus diesen Bereichen kann auch das Fach Erdkunde zu einer möglichen Verhaltensänderung bei Studierenden führen, die sich in einem umweltschonenderen Umgang mit den Ressourcen ausdrücken könnte.



Kunst
Das Fach Kunst wird im Vormittags- und Abendbereich als Wahlpflichtfach unterrichtet und bildet künstlerischen Bereich der Abendrealschule.

Die Auseinandersetzung mit künstlerischen Welten ermöglicht das Wahrnehmen, Reflektieren, begriffliche Denken und sinnliche Erfahrungen. Durch die Förderung der Phantasie und Kreativität wird die Wahrnehmung sensibilisiert.

Der Kunstunterricht zielt im gestalterischen Bereich auf die auf die Fähigkeit zum eigenständigen Entwickeln bildnerischer Lösungen vom Finden erster Ideen, Skizzieren, Entwerfen sowie experimentieren an bis bin zum Präsentieren des Ergebnisses ab. Durch den vielfältigen Umgang mit Materialien, Werkzeugen und Gestaltungsverfahren erwerben die Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit technischen und bildnerischen Mitteln.

Zur Unterstützung des Unterrichts umfasst der Kunstunterricht auch den Besuch von außerschulischen kulturellen Lernorten wie Ausstellungen und Museen sowie im Rahmen der Architekturtheorie romanischen und gotischen Kirchen in Köln.

Wahlpflichtfach bedeutet, dass nicht nur Bilder in Eigen- oder Gruppenarbeit erstellt, sondern auch theoretische Grundlagen vermittelt werden. Eine Leistungsüberprüfung erfolgt in zwei schriftlichen Klassenarbeiten, die jeweils aus einem theoretischen und praktischen Teil bestehen.

In Übereinstimmung mit dem Lehrplan für den Fachbereich Kunst werden folgende Themen in den 2 Semestern unterrichtet:
  1. Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst
    • Was ist Kunst?
    • Wo findet man Kunst?
    • Was bedeutet Kunst für mich?
  2. Farblehre
    • Materialkunde
    • Farbmischungen auf der Basis von Farbordnungssystemen
    • Farbwirkungen im Sinne von Farbbeziehungen (Kontraste)
  3. Kunstgeschichte
    • Überblick der verschiedenen Kunststile und ihrer Künstler
    • Intensive Bearbeitung von Impressionismus, Expressionismus, Popart
  4. Architekturgeschichte
    • Überblick der verschiedenen Kunststile
    • Vergleich Romanik - Gotik
Unterstützendes Material sind hierbei Arbeitsblätter, Internetrecherche, Filme über die Künstler (Leben und Werke), Zeitungsausschnitte, Ausstellungen, Bildanalysen und Bildinterpretationen.

Mit diesen Themen ist nicht nur Theorie, sondern auch praktisches Arbeiten verbunden. Verschiedene Malmittel wie Gouache, Acryl, Bleistift und Tusche, Maluntergründe wie Papier, Leinwand und Hartfaserplatten sowie Materialien zur Skulptur Erstellung unterstützen die praktische Arbeit.

Um nicht nur Einzelarbeiten zu erstellen, wird auch gezielt die Gruppenarbeit in Kunst gefördert. Mit dem Wissen über Stilepoche und Künstler sowie mit den Erkenntnissen der Farblehre werden gemeinsam Großbilder geschaffen, die die Flure der Abendrealschule verschönern. Diese Arbeit macht den Studierenden nicht nur viel Spaß, sie trägt auch dazu bei, durch das gemeinsam Geschaffte den Teamgeist zu stärken.

Wichtig für den Kunstunterricht ist nicht nur die Information und Umsetzung der einzelnen Themen, sondern auch das Miteinander. Die Studierenden unterstützen, motivieren und kritisieren sich gegenseitig. Die Verantwortung über das Gelingen liegt nicht bei einem Einzelnen, sondern bei der ganzen Gruppe (ca. 20 Studierenden). Wichtig ist auch die Beurteilung über die geleisteten Arbeiten. Zu Beginn einer jeden Arbeit erhalten die Studierenden eine genaue Arbeitsanleitung, in der auch die Bestandteile der Benotung aufgeschlüsselt sind. Nach Abgabe der Bilder setzen sich die Studierenden in Gruppen zusammen und gleichen die Bilder mit dem Anforderungsprofil ab. Jedes Bild wird also nicht nur vom Lehrer, sondern auch vom Studierenden beurteilt. Das ergibt eine Notentransparenz, die sonst in Kunst schwer zu erreichen ist.



Sport
Das Fach Sport wird seit dem Wintersemester 2011/2012 an der Abendrealschule zweimal wöchentlich (insgesamt 4 Schulstunden, jeweils im Morgen- und im Abendsemester) als Wahlpflichtfach unterrichtet. Wahlpflichtfach bedeutet, dass nicht nur Sportpraxis vermittelt wird, sondern auch dass ein angemessenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis besteht (2 Klassenarbeiten pro Semester).

Da kein Kerncurriculum für Weiterbildungskollegs im Fach Sport existiert, richtet sich der Lehrplan nach den Richtlinien und Lehrplänen für die Realschulen in Nordrhein- Westfalen gemäß § 1 SchVG (BASS 1-2).

Die Leistungsbewertung erfolgt gemäß den Konferenzbeschlüssen und berücksichtigt Theorie und Praxis zu gleichen Teilen. Die Theorienote setzt sich aus den Klausurergebnissen und der sonstigen Mitarbeit zusammen. Pro Semester werden zwei Klausuren geschrieben, die zweite Klausur im 2. Semester kann nach Absprache mit den Studierenden durch eine schriftliche Ausarbeitung ersetzt werden. Die Inhalte der Klausuren setzen sich aus den aktuellen Themen im Semester zusammen und behandeln sowohl technische, taktische als auch trainingswissenschaftliche Aufgaben. Die Praxisnote setzt sich gemäß den Richtlinien aus drei Dimensionen zusammen: der sachbezogenen Dimension, der personalen Dimension und aus der sozialen Dimension. Die drei Dimensionen werden annähernd gleich stark gewichtet, wobei der sozialen Dimension ein höherer Stellenwert zugeordnet wird.

Sollte es durch organisatorische Bedingungen dazu kommen, dass zum Semesterwechsel neue Studierende einsteigen müssen, so werden für die neuen Studierenden im bereits laufenden Kurs die Semesterinhalte versetzt angeboten (bestehender Kurs: Semester 1, dann Semester 2; neue Studierende: Erst Semester 2, dann Semester 1). Da die Themen nicht aufeinander aufbauen, stellt dies kein Problem für den Ablauf des Kurses oder die Notenfindung dar.

Aufgrund des „besonderen“ Schülerklientels der Abendrealschule (ein Großteil der Studierenden kommt aus sozial schwierigen Verhältnissen) wird der Schwerpunkt in der Auswahl der Unterrichtsinhalte auf das gemeinsame Sporttreiben und die soziale Interaktion gelegt, die Individualsportarten werden daher nur in geringem Maß thematisiert.

In Übereinstimmung mit dem Lehrplan für den Fachbereich Sport und den Beschlüssen der Fachkonferenz werden folgende Themen in den beiden Semestern unterrichtet: Teil 1: Auseinandersetzung mit dem Thema Sport
  • Was ist Sport?
  • Welchen Nutzen hat Sport?
  • Was bedeutet Sport für mich?
Die Studierenden thematisieren ihre eigenen Erfahrungen mit Schulsport und ihrem eigenen Freizeitsport, stellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten fest, legen in Absprache mit dem Fachlehrer Verhaltensregeln, Ziele und Aufgaben des Unterrichts fest und diskutieren den Begriff „Fairness“.

Teil 2: Einheit Badminton

Teil 3: Einheit Basketball

Teil 4: Ergänzende Kurzeinheit

In dieser Einheit zu Semesterende können die Studierenden zwischen 2 Einheiten wählen. Angeboten werden individuelles Krafttraining im Rahmen eines Circles oder Akrobatik (Figuren und Pyramiden bauen).

Teil 5 : Hockey

Teil 6: Volleyball

Teil 7: Ergänzende Kurzeinheit

Diese Einheit zu Semesterende soll inhaltlich von den Studierenden gefüllt werden. Zur Auswahl stehen alle Inhalte des Sports, sofern sie in der Schule realisierbar sind. Das in der Regel gute Wetter am Ende des Sommersemesters ermöglicht diverse sportliche Outdooraktivitäten. So könnte diese Einheit Leichtathletik beinhalten oder Fußball oder Flag – Football auch Ultimatefrisbee und ähnliches könnte realisiert werden. Der Inhalt ist abhängig von der Lerngruppe, ihren Wünschen und deren Realisierbarkeit und der Länge des Semesters.